Seit ein paar Wochen steht ein Wahoo Kickr Headwind Ventilator neben meinem Rudergerät – und inzwischen nutze ich ihn bei fast jedem Workout.
Die Besonderheit des Geräts: Es handelt sich um einen smarten Ventilator, der sich per Bluetooth koppeln lässt und seine Intensität abhängig von der Herzfrequenz automatisch reguliert. Genau diese Funktion hat meine Neugier geweckt. In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen mit dem smarten Trainingsgadget.
Inhalt
Full Disclosure: Das Testgerät wurde mir von Wahoo zur Verfügung gestellt. Auf meinen Testbericht hatte dies keinen Einfluss. Meine Einschätzungen sind unabhängig und beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen.
Rudern und Ventilator – wie funktioniert das?
Als ich ein Bild von dem wahoo Ventilator auf Strava bei einem Workout hinterlegt habe, kam prompt von James die Frage: Vorne oder hinten? 😅 Wo stellt man den Ventilator am besten auf? Wenn man auf der Rolle trainiert, dann ist es ziemlich klar – die Luft kommt von Vorne, beim Rudern auf dem Wasser bewegt man sich ja eigentlich rückwärts, da kommt der Gegenwind von hinten. Gleichzeitig ist eine Brise von vorne für das Schwitzen und die gefühlte Hauttemperatur aus meiner Perspektive wesentlich angenehmer – vor allem, wenn die Hauttemperatur steigt und man zu schwitzen beginnt.
Wenn ich meine Schlagfrequenz während dem Workout halten möchte, habe ich lediglich Bruchteile zwischen den einzelnen Ruderzügen um Einstellungen vorzunehmen. Das klappt bspw. sehr gut mit der EXR App, aber auch mit der Smartrow App, ansonsten nutze ich bspw. Siri um Apps oder die Musik zu steuern. Power, Patience, Patience …
Wenn man den Ventilator ohne smarte Features nutzen möchte, funktioniert dies ebenfalls während dem Rudern, durch die relativ große Tasten:

Jedesmals wenn man in der Catch-Position ist, hat man die Möglichkeit die Intensität schlicht per Tastendruck zu erhöhen oder zu verringern, insgesamt gibt es 4 Stufen.
Braucht man einen Ventilator für das Workout?
Bisher hatte ich keinen Ventilator regelmäßig benutzt, lediglich an heißen Tagen meinen Dyson HP02 aufgestellt. Ich glaube, gerade im Winter ist ein Ventilator nicht unbedingt ein Must-Have Gadget, aber insbesondere wenn man längere Workouts durchführt, kommen die Vorteile von einer frischen Brise zwischendurch zum tragen. 😅
Wenn ich mich Morgens auf das Rudergerät setze, dann ist der Körper noch kalt und ich brauche keine zusätzliche Abkühlung. 🥶 Doch nach etwa fünf Minuten, wenn die Muskulatur warm und der Schweißfluss langsam einsetzt, ist der Luftstrom extrem angenehm.
Insbesondere in der Hinsicht gefällt mir die smarte Steuerung mit der Herzfrequenz.
Warum ein Ventilator beim Training hilft:
- Die Schweißbildung wird besser kontrolliert
- Die Herzfrequenz bleibt spürbar stabiler, besonders bei langen Steady-State-Einheiten
- Das subjektive Belastungsempfinden sinkt (RPE)
- Das Training fühlt sich „frischer“ und weniger stickig an
Natürlich erzeugt ein Ventilator auch Geräusche. Der Wahoo Headwind ist hierbei angenehm niedertourig und relativ leise. Wer jedoch bewusst ein Magnetrudergerät wegen der Laufruhe nutzt, könnte den Ventilator ggf. als zu laut empfinden.
Wie funktioniert der Wahoo Kickr Headwind?
Mit der Wahoo-App lässt sich der Ventilator unkompliziert per Bluetooth verbinden. Dazu koppelt man innerhalb der App sowohl das Gerät selbst als auch einen Herzfrequenzsensor.

In Verbindung mit einem Brustgurt passt der Ventilator anschließend die Intensität automatisch an die aktuelle Herzfrequenz an:
Ich nutze aktuell den Coospoo HW9, habe jedoch ebenfalls einen wahoo Trackr Brustgurt ausprobiert, beide Gurte haben einwandfrei mit der Wahoo App funktioniert. Der Coospoo HW9, der Polar H10 und auch wahoo Trackr unterstützen mehrere Bluetooth-Verbindungen gleichzeitig. Das bedeutet: Die Herzfrequenz kann parallel zum Ventilator auch an ein Rudergerät oder eine App gesendet werden.

Innerhalb der App kann man nach der Kopplung die passende Ventilatorgeschwindigkeit einstellen, bei welcher der Ventilator starten soll. Insbesondere an kühlen Wintermorgen ist dies hilfreich – ich habe derzeit 130 bpm hinterlegt. Das ist der Bereich für mich, wenn ich anfange aerob zu trainieren. Und was kann bei einem aeroben Training besser sein, als mehr Luft? 💨😉
Das Setup vor dem Training dauert etwa 2-3 Minuten.
- Zunächst den Ventilator mit Strom versorgen
- Gerät starten
- wahoo app öffnen und Ventilator sowie Brustgurt verbinden
- Ventilator auf HF umstellen – nun bläst der Ventilator in der geringsten Stufe auf 1%
- Mit dem Workout loslegen – ab der eingestellten HF-Schwelle erhöht sich der Luftstrom automatisch
Nicht immer nehme ich mir die Zeit für das Setup, in diesem Fall steuere ich den Ventilator schlicht über die Tasten. 🙈
Gerade aber bei Intervalltrainings macht die Funktion Laune, wenn man bei hohen Schlagfrequenzen einen höheren Luftstrom erhält und in den Pausen zwischen den Intervallen der Ventilator automatisch herunter regelt.
Fazit: Homegym Upgrade für regelmäßiges Training
Ich bin erstaunt wie häufig ich den Ventilator letztendlich bisher genutzt habe, auch wenn ich nicht immer die smarte Funktion über mit der Herzfrequenz-Steuerung angeschaltet hatte, so konnte ich während dem Training die Taste für frische Luft drücken und die gefühlte Anstrengung war niedriger.
Mittlerweile möchte ich das smarte Gadget in meinem Homegym nicht mehr missen. Es ist verrückt, wie schnell man sich an diesen kleinen Luxus gewöhnt. 😎
Ich bin insbesondere bei diesem Gadget auf Kommentare gespannt. Welche Ventilatoren kommen bei meinen Lesern bereits zum Einsatz – natürlich in Kombination mit der obligatorischen Frage wo dieser steht: Bug- oder Heck? 🚣🏼
In diesem Sinne: Get rowing 😉🤙🏼💨








Eine Antwort auf „Wahoo Kickr Headwind: Smart Bluetooth Ventilator Test“
Moin Ulf,
wieder ein toller Artikel. Ich habe von Anfang an einen Turmlüfter mitlaufen, der immer volle Pulle eingestellt ist. Dazu habe ich jetzt im Winter das Fenster auf Kippe stehen um maximal kühle Luft zu bekommen.
Und nach dem Workout bleibe ich noch ein paar Minuten im Luftstrom sitzten, was den Puls dann relativ schnell wieder nach unten bringt.
Ohne Lüfter zu rudern kann ich mir gar nicht vorstellen.
sportliche Grüße, Klaus_L