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Sixpack durch Rudertraining

Kann man einen Sixpack durch das Rudertraining bekommen? Ganz klar Antwort: Nein! Aber…

Ich habe eine Zeit lang die Zeitschrift „Men’s Health“ abonniert gehabt. Als ich das Abo gekündigt habe, wurde ich angerufen und gefragt, was meine Gründe hierfür seien. Meine Antwort damals: „Jedes 3. Heft handelt darum, wie man einen Sixpack bekommen kann“. Es war für mich wirklich frappierend wie dieses Thema immer und immer wieder einen Stereotyp bediente. Warum ist es ein Thema, welches immer wieder Menschen beschäftigt? Und was passiert beim Rudern mit dem Bauch?

Als ich mit Rudern begonnen habe, ist mein Körpergewicht gesunken und gleichzeitig wurde ebenfalls das Körperfett reduziert. Regelmäßiger Sport führt dazu, dass der Körper sich daran anpasst. Muskeln werden stärker ausgebildet und überschüssiges Fett wird verbrannt. Rudern eignet sich hervorragend um Bauchfett, insbesondere das viszerale Fett ab zubauen.

Musculus rectus abdominis

Der Sixpack scheint deswegen für viele Menschen so erstrebenswert zu sein, weil man lange und viel dafür trainieren muss. Die Bauchmuskeln werden erst dann sichtbar, wenn das Bauchfett komplett verschwunden ist. Nun gibt es bestimmte Zonen am Körper, die besonders schnell Fett ansetzen. Beim Mann ist es die Bauchregion, bei der Frau sind es die Beine und der Po. Vermutlich ist es dadurch einfacher als Frau einen Sixpack zu erhalten, wobei „einfacher“ nicht bedeutet dass es über Nacht passiert. Es gehört dazu eine eiserne Disziplin und natürlich Übung, Übung, Übung…

Muskeln wachsen dann, wenn diese beansprucht werden. Bei den Bauchmuskeln sind es gleich 3 verschiedene Muskeln, die meisten Menschen gucken jedoch primär auf den geraden Bauchmuskel „Musculus rectus abdominis“ der vom Schambein nach oben führt. Es gibt zudem noch den inneren schrägen Bauchmuskel sowie den querverlaufenden Bauchmuskel. Der gerade Bauchmuskel ist dafür bekannt den berühmten Sixpack zu bilden.

Bauchmuskeln durch Rudern?

Rudern ist eine der effektivsten Sportarten, welche zugleich gelenkschonend ist und gleichzeitig über 80% der Muskeln am Körper adressiert. Natürlich sind ebenfalls Bauchmuskeln dabei, insbesondere beim Drive, also dem Durchzug und auch in der hinteren Umkehr. Gleichzeitig muss man aber auch wissen, dass die Beine den größten Anteil bei der Kraftausübung haben.

Wenn man Ruderer dazu befragt, ob man durch Rudern Bauchmuskeln erhält, so mag die Antwort ernüchternd sein, hier bspw. die Ruderweltmeisterin Britta Oppelt:

Das Rudergerät (hier im Rudergerät Test enthalten), welches Britta in dem Video beschreibt ist übrigens das Augletics Eight:

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Aus meiner Perspektive sollte man nicht mit Rudern anfangen, wenn man darauf aus ist, einen Sixpack zu erhalten. Aber natürlich unterstützt Rudern dabei, es braucht für den durchtrainierten Bauch nur etwas mehr als nur diese eine Sportart auszuführen.

Generell bin ich der Überzeugung, dass ein gesunder Körper dadurch ausgezeichnet ist, dass dieser funktional im Alltag einsetzbar ist. Ich muss also keine Muskelberge anhäufen, gleichzeitig brauche ich jedoch auch keine übermäßigen Fettreserven.

Wenn ich regelmäßig rudere, dann wird durch ein aerobes Training das Körperfett reduziert. Ich kann dies bspw. mit meiner Körperfettwaage nachvollziehen:

Sofern also das Ziel ist die Bauchmuskeln sichtbar zu machen, bedarf es zunächst einmal der Reduktion des Körperfetts – für die definierten Bauchmuskeln am Bauch.

Nun lässt sich Körperfett leider nicht gezielt an einer Region des Körper reduzieren. Wenn man längere aerobe Einheiten durchführt, fängt der Körper an die Fettreserven zu verbrennen und dabei werden diese am ganzen Körper abgebaut. Früher oder später hat man die magere Körpermasse erreicht, sodass die Muskeln (auch am Bauch) sichtbar werden.

Betrachtet man es aus dieser Perspektive, so hilft Rudern natürlich schon für einen Sixpack, nur eben nicht solitär. Es kann dafür genutzt werden, das Bauchfett zu reduzieren – gleichzeitig benötigt es dann aber noch zusätzliche Übungen um die Bauchmuskeln dediziert anzusprechen, bspw. Sit-ups oder Crunches.

Was aber durch das Rudern passiert ist ein grundsätzlich stärkerer Körperbau. „Fit wie ein alter Ruderer“ – die langfasrigen roten Muskeln werden regelmäßig durch das Training angesprochen und dadurch definierter. Ein Ruderer der häufig rudert sieht gut trainiert aus, die Muskeln welche beim Rudern beansprucht werden können ein ganzes Leben lang Vorteile auch im Alltag mit sich bringen.

Insbesondere der Latissimus wird bei einer korrekten Rudertechnik stärker beansprucht und natürlich die Beine und auch die Arme. Bei Männern sorgt dies für ein breites Kreuz bzw. breitere Schultern, dies wird bei Frauen weniger stark ausgebildet.

Ob man nun auf einen Sixpack aus ist oder nicht: Keep on rowing!

Artikel veröffentlicht am 12. Februar 2024

Von Ulf

Seit Anfang 2022 habe ich den Rudersport für mich entdeckt. Ich rudere regelmäßig, das Rudern ist Teil meines Alltags geworden und auf diesem Blog beschreibe ich meine gesammelte Erfahrung zu Rudergeräten, virtuellem Training, Fitness Gadgets sowie alles rund um den Sport Indoor-Rudern. Mehr über mich

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