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Rudergeräte Vergleich

First Degree Fitness Rudergeräte

Im großen Wasserrudergeräte Vergleich ist ebenfalls ein High-End Rudergerät von First Degree Fitness enthalten: Das Premium-Fitnessgerät wurde mit dem Namen E550 FluidRower gesegnet und ist für rund 2.400€ zu haben.

Und alleine das ist schon Grund genug sich mit den First Degree Fitness Rudergeräten näher zu beschäftigen, denn wenn Fahranfänger ggf. so viel Geld für Ihr erstes Auto ausgeben, so sind die Geräte von FDF hierbei schon im oberen Rudergeräte Preissegment angesiedelt.

Als ambitionierter Indoor-Ruderer kann das dafür verwendete Werkzeug nicht gut genug sein, daher soll nun einmal ein detaillierter Blick auf die Edel-Rudergeräte von First Degree Fitness geworfen werden.

Welche Rudergeräte gibt es von First Degree Fitness?

Wenn es darum geht Namen für Rudergeräte zu finden, ist man bei First Degree einfallsreich, denn von griechischen Göttern, über Ozeane und Vikinger bis hin zu Bezeichnungen wie Neon oder Mega sind alle Superlative abgedeckt. Der Name ist Programm, mit den Rudergeräten wird man – häufiges regelmäßiges und anstrengendes Training vorausgesetzt – schnell fit und womöglich sieht man dann auch aus wie ein junger griechischer Gott 😉

Um einmal bei der schieren Auswahl an Rudergeräten von FDF ein wenig Übersicht zu geben, habe ich diese nach Namen und Typen eingeteilt:

Während das NEON Plus Rower black mit 1.300€ und das Neon Pro V mit 1.500€ noch im mittleren Rahmen eines Rudergerätes liegen, ist das First Degree Pacific Plus das günstigste Rudergerät der Marke und auch deutlich kompakter als die anderen Modelle. Meine Vermutung ist, dass das Modell entweder eines der ersten Geräte war, oder schlicht als „Low-Cost“ Modell zur Abgrenzung dient.

Die schönen Holzrudergeräte von First Degree Fitness

Meiner Meinung nach sind die Viking Holzrudergeräte die schönsten Rudergeräte von First Degree Fitness, hier einmal das Viking Pro V:

First Degree Fitness Viking Holzrudergerät
Holzrudergerät Viking Pro V – Quelle: First Degree Fitness

Die Viking und Apollo Rudergeräte sind beide auf einem Holzrahmen aufgebaut und sind sich im Endeffekt sehr ähnlich, bis auf den Rahmen über dem Wassertank. Während die Vikinger-Geräte größtenteils mit Holz gebaut sind, wird der Fitness-Gott des Frühlings und der sittlichen Reinheit durch einen Stahlrahmen definiert.

First Degree Fitness Apollo
Das Apollo Rudergerät in seiner sittlichen Reinheit – Quelle: First Degree Fitness

Die Ausführung der Viking und Apollo Rudergeräte ist jeweils auf 4 Modellvariationen aufgeteilt:

First Degree Viking Rudergeräte

First Degree Apollo Rudergeräte

Die Auszeichnung „XL“ bedeutet bei First Degree, dass diese Geräte besonders breit sind (540mm) und dadurch auch einen größeren Wassertank nutzen, wodurch theoretisch mehr Wasser bewegt werden kann und der Widerstand höher wäre.

Da ich persönlich erst mit dem Rudern begonnen habe, kann ich es schwer einschätzen inwiefern ein höherer Widerstand tatsächlich notwendig ist, bzw. das nicht schlicht durch die Füllhöhe ausreichend ausgenutzt werden kann. Für fortgeschrittener Ruderer mag dieses Kriterium jedoch ausschlaggebend sein.

Die Ähnlichkeit zum Waterrower der First Degree Fitness Holzrudergeräte muss hier eigentlich nicht gesondert erwähnt werden. 😉 Das australische Unternehmen FDF bietet seit dem Jahr 2001 Rudergeräte an und in den mittlerweile 20 Jahren Firmengeschichte gab es schon einige Innovationen und Verbesserungen an den Geräten. In der Rudergemeinde rund um den Globus werden die Geräte geschätzt, auch wenn es keine große FDF Community gibt. Im Jahr 2022 wurde First Degree Fitness von Tunturi übernommen.

Upper Class Rudergeräte

Die Fluid Rower und das Mega Pro XL Rudergerät spielen schlussendlich in der High Society der Upper Class mit. Keines der Geräte bekommt man unter 2.000€.

First Degree E550 FluidRower
First Degree E550 FluidRower – Quelle: Hersteller

Eine Übersicht aller aktuelle verfügbaren Rudergeräten gibt es übrigens auch hier direkt von First Degree Fitness, dort sind diese nach der Möglichkeit des Wassertankes sortiert.

Interessant ist das Konzept des „Vertical Tanks“. bei dem das Wasser über die Kraft nicht nur im Kreis bewegt werden muss, sondern zudem auch noch die Schwerkraft überwinden muss. Das Schöne daran: Bei jedem Zug sieht man das Wasser fast auf Augenhöhe und somit auch die Kraft die man aufwendet um dieses in Bewegung zu halten.

Für die Geräte benötigt man etwas mehr Platz als gewöhnlich, so sind diese 82cm breit und 1,90m lang.

Was zeichnet First Degree Fitness Rudergeräte besonders aus?

So sehr ich auch von der Smartrow-Rolle überzeugt bin, bei den First Degree Fitness Rudergeräten scheint man diese jedoch leider aufgrund der Bauform nicht nutzen zu können – es gibt keine geeignete Stelle zur Befestigung der Basisplatte.

First Degree Fitness geht hier jedoch einen soliden Weg, denn die Bluetooth Konnektivität der Trainingscomputer hat eine FTMS Unterstützung. Integration mit Third-Party Apps wie bspw. Kinomap, CityRow, Regatta, Zwift oder Asensei sind damit möglicht. Theoretisch sollte ebenfalls EXR unterstützt werden. Je nach Trainingscomputer wird auch das Koppeln der Herzfrequenzmessung ermöglicht.

Der Trainingscomputer – nunja – meine Meinung dazu ist bekannt. Immerhin gibt es eine eigene App, die Fluid Connect wird seit 2020 bereitgestellt und lässt das Mitloggen der Trainingseinheiten zu. Wenn ich FDF wäre, würde ich die Trainingscomputer „sunsetten“ und zukünftig nur noch auf die App mit entsprechendem Sensor setzen.

First Degree Fluid Rower VX-3 FA
First Degree Fluid Rower VX-3 FA – Quelle: Hersteller

Anscheinend arbeitet das Unternehmen auch aktiv an einer eigenen Weiterentwicklung der Trainingscomputer und Innovationen, so bietet das Top-Modell VX-3 FA bspw. die Möglichkeit über WLAN den Widerstand während dem Rudern am Griff durch das Drücken von Knöpfen zu verstellen. Ob das tatsächlich ein Feature ist, welches benötigt wird, bleibt abzuwarten, allerdings zeigt es den Innovationswillen des Unternehmens.

Die Herzfrequenzmessung am Griff ist ebenso ein Feature, welches bei anderen Herstellern seltener vorhanden ist – zumindest was Ruderergometer angeht.

First Degree Fitness bietet ähnlich wie Waterrower Ersatzteile und Erweiterungen an, sodass man als Käufer bei einem Defekt nach der Garantiezeit nicht im Regen steht.

Wo kann man First Degree Rudergeräte kaufen?

Die Rudergeräte von FDF gibt es in zwei großen Onlineshops zu kaufen: Sportgigant und Fitstore24. Während Sportgigant eine sehr breite Auswahl hat und neben dem Waterrower auch Rudergeräte von Tunturi, Concept2 und Finnlo (Premium Marke von Hammer) führt, erhält man bei Fitstore so gut wie alle Modelle von First Degree Fitness versandkostenfrei geliefert.

Preislich unterschieden sich die Shops nicht, das Viking Pro V bspw. wird für 1.999€ bei Sportgigant angeboten, das High-Edn Modell First Degree Fitness Vortex VX3 gibt es dort für 2.999€.

Im Fitstore24 gibt es das First Degree Viking Pro V ebenfalls für 1.999€ und das VX3 für 2.999€ jeweils jedoch versandkostenfrei.

Fazit zu den First Degree Fitness Rudergeräten

Porsche oder Ferrari? Wenn es darum geht ein schnelles teures Auto zu kaufen, so mögen die Meinungen dazu schnell auseinander gehen. 🙂 Unstrittig bleibt, dass beide Fahrzeuge einen hohen Anspruch des Käufers widerspiegeln und dieser dafür auch bereit ist einen entsprechenden Preis zu bezahlen.

Bei den Rudergeräten von First Degree Fitness muss aus meiner Perspektive nicht über die Wertigkeit und den Nutzen gesprochen werden, wir bewegen uns im Premium Segment.

Wenn ich mich persönlich für ein Rudergerät von FDF entscheiden müsste, so fiele die Wahl vermutlich auf das Modell Viking Pro V, welches die schicke Holzanmutung mit ausreichender Konnektivität verbindet. Für einen Pain-Cave im Kellergeschoss mit weiteren Fitnessgeräten würde ich vermutlich das First Degree Fluid Rower VX-3 aufgrund der soliden Verarbeitung wählen.

Von Ulf

Seit 2022 habe ich den Rudersport für mich entdeckt und nutze mit dem Waterrower Performance Ergometer ein Rudergerät mit smarter Konnektivität. Das Rudern ist Teil meines Alltags geworden und hier beschreibe ich meine gesammelte Erfahrung zu virtuellem Training sowie alles rund um den Sport Indoor-Rudern. Mehr über mich

2 Antworten auf „First Degree Fitness Rudergeräte“

Hallo Ulf, danke für die vielen Informationen auf deiner Seite! Da ich gerade auf der Suche nach einem Rudergerät bin, freut es mich, hier so viele Informationen und Vergleiche zu finden. Eine Frage: Was hälst du von der Verstellmöglichkeit des Widerstands an den First Degree Geräten? Das ist ja ein Merkmal, welches die Waterrower nicht haben. Denkst du das ist sinnvoll? Fällt dir da mit deiner Erfahrung ein Anwendungsszenario zu ein? Meine Kaufentscheidung tendiert zum Waterrower Performance Modell (Smart Row), die First Degree Geräte sind aber auch interessant.

Grüsse,

Torsten

Hallo Torsten, Danke Dir für Dein Feedback und Deine sehr gute Frage! Die Idee des unterschiedlichen Widerstandes kommt vermutlich aus dem Bereich der Rudergeräte mit Luftwiderstand. Bisher habe ich das am Waterrower nicht vermisst, kann mir jedoch 2 Szenarien vorstellen, in denen es sinnvoll erscheint:

Wenn das Rudergerät für Krafttraining genutzt werden soll, so würde ich den Widerstand erhöhen – das müsste relativ flexibel sein, denn nicht jedesmal möchte ich dann Wasser rein oder raus pumpen.
Wenn das Rudergerät von verschiedenen Personen im Haushalt genutzt wird und analog zur Dämpfereinstellung beim Rudergerät mit Luftwiderstand ein anderer Widerstand vorhanden sein soll, „um etwas zu spüren“ wenn gezogen wird.

Das Feature kann somit unter Umständen und je nach Anwendungsfall einen Sinn ergeben. Für mich persönlich ist es weniger relevant, mein Ziel ist primär Fitness. Je stärker man zieht, desto schwieriger wird es – das reicht für mich schon als Varianz aus.

Ich hoffe damit eine Unterstützung zu sein – viel Erfolg bei der Auswahl und beim Rudern!

Beste Grüße
Ulf

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