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Plankpad Test – Meine Erfahrung mit dem Balance Board mit App

Seit Kurzem steht ein neues Fitnessgerät in meinem Wohnzimmer, und ich bin überrascht wie häufig es tatsächlich genutzt wird. Es ist relativ klein und unscheinbar – der Trainingseffekt jedoch enorm. Aus meiner Perspektive ein ideales Trainingsgerät für die ganze Familie, dazu jedoch später mehr.

Mir wurde für einen Test ein Plankpad Pro zur Verfügung gestellt, in diesem Artikel beschreibe ich meine Erfahrung mit dem Plankpad – wie ich das Trainingsgerät nutze und was mir daran bisher noch nicht so gut gefällt.

Als ich 2024 die Fibo besucht habe, war mir insbesondere das Thema Connected Fitness aufgefallen. Mich faszinieren Konzepte, die so gut funktionieren, dass man den Sport bzw. die Anstrengung dabei beinahe vergisst, weil man so sehr mit der damit verbundenen Technik verbunden ist. Stichwort Immersion. So ähnlich ging es mir auch mit dem Plankboard – und nicht nur mir, auch meine Kinder hatten Freude an dem neuen Sportgerät. 😉

Wer Kinder hat, kennt das vielleicht: Kleine wild herum hüpfende Menschen, denen jede Möglichkeit Recht ist, mehr Medienzeit zu erlangen. 😬🙈 Was mich jedoch beim Plankpad erstaunt hat: Das funktioniert sogar dann, wenn es womöglich zu Muskelkater in der Core-Muskulatur führt 😅 Doch erst einmal von vorne:

Warum ein Balance Board zum Planken nutzen?

Planks zählen zu den effektivsten Core-Übungen, da sie den gesamten Rumpf aktivieren und insbesondere die tiefliegende Bauchmuskulatur stärken1https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18560185/, die entscheidend für eine stabile Haltung und einen gesunden Rücken ist.

Studien zeigen, dass Core-Stabilitätsübungen wie Planks nicht nur die Rumpfkraft verbessern, sondern auch präventiv und therapeutisch bei Rückenschmerzen wirken können.

Wird das Training zusätzlich auf instabilen Unterlagen durchgeführt2https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20130672/, erhöht sich die Muskelaktivität deutlich, da der Körper permanent Ausgleichsbewegungen leisten muss.

Diese Instabilität führt zu einer stärkeren Rekrutierung der Bauch- und Tiefenmuskulatur und verbessert3https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10842409/ vor allem die neuromuskuläre Kontrolle sowie die Rumpfstabilität4https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17530966/ – Faktoren, die sowohl im Alltag als auch im Sport und in der Rehabilitation eine zentrale Rolle spielen.

Was ist das Plankpad?

Plankpad Im Grunde genommen ist das Plankpad lediglich ein Brett aus Ahorn- oder Walnussholz mit einer angesetzten abgerundeten Kante, welche das Brett zum Wackeln bringt, wenn man sich darauf stellt – wenn man so will eine Wippe.

Bis hierhin ist es relativ unspektakulär und wenn man den Preis für 150€ sieht, denkt sich ggf. der ein oder andere: Das kann ich mir auch selber bauen. 😇🫰🏻 Für alle, die handwerklich nicht ganz so geschickt sind und gute Holzarbeit zu schätzen wissen, hier kann man das Board natürlich auch kaufen:

Spielerisch fit werden - das Plankpad aus FSC-Ahornholz macht es einfach möglich

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Insgesamt ist das Board sehr gut verarbeitet, das Holz mit der Auflage ist aus meiner Perspektive haptisch angenehm.

Wie funktioniert das Plankpad?

Wie der Name bereits vermutet lässt, wird das Balance Board dafür genutzt die Plank-Position noch einmal durch eine unebene Fläche etwas schwieriger zu machen. Neben dem reinen Anspannen der Core-Muskulatur um den Körper in Brett-Position zu stabilisieren, muss zusätzlich das Gleichgewicht gehalten werden. Das Plankpad ist also zunächst für diese eine Übung konzipiert worden, gleichzeitig gibt es noch eine App, die das Training damit abwechslungsreicher gestaltet:

 

Die App bietet verschiedene Spiele, das Smartphone wird zwischen den Armen auf dem Board platziert und nutzt die Sensoren des Smartphones um die Neigung zunächst zu kalibrieren und anschließend in spielerischer Form als Steuerungselement zu nutzen.

Meine Kinder waren bspw. sehr von dem Spiel Stix n‘ Stones angetan, hier bewegt man ein Fahrrad auf einem Pfad und muss Hindernissen wie Baumstämmen oder Steinen ausweichen:

Das Spielprinzip ist dabei relativ einfach – wenn man erfolgreich ausweicht, gibt es einen Punkt und bei einem Crash wird ein Punkt wieder abgezogen. Wie man steuert entscheidet man selber, also in Plank-Position, in geknieter Plank-Position oder im Stehen – zusätzlich zu dieser Variation kann man ebenfalls im Spiel noch die Schwierigkeitsstufen wählen.

Mir persönlich hat das Spiel mit dem Monster am Besten gefallen, dieses muss durch die passende Bewegung Lebkuchen und andere Leckereien essen.

Mit jeder Sekunde, die man länger schwitzt, bekommt das Monster also mehr Kalorien zugeführt 😅

Neben dem spielerischen Aspekt, gibt es auch Workouts:

Aus meiner Perspektive sind die Workouts wirklich herausfordernd – je nach körperlicher Fitness kann das natürlich variieren. Es gibt entweder Bilder die angezeigt werden, wenn es sich um eine statische Übung handelt, oder aber Videos, sofern man sich während einer Übung bewegt:

Neben den Spielen und Workouts gibt es außerdem noch eine geführte 30-Tage Challenge:

Wenn man einmal die Challenge durchgeführt hat, kann diese auch wieder zurück gesetzt werden.

Premium Balance Board

Wem diese Übungen noch zu wenig sind, bietet sich noch die Möglichkeit einen Premium Zugang für 2€/Monat zu buchen:

Aus meiner Perspektive braucht es dieses Abo nicht unbedingt, aber ggf. ändere ich dazu auch noch meine Meinung, wenn ich einmal alle Workouts und Übungen gemacht habe 😉

Meine Erfahrung mit dem Plankpad

Aus meiner Perspektive ist das Board wirklich solide gefertigt, mit 180kg Maximalgewicht, hält es auch den wilden Alltag in einer Familie aus und die zusätzliche Bodenmatte schützt den Boden. Als Ergänzung für das Homegym also definitiv eine Option.

Was die App angeht, bin ich etwas zwiegespalten. 🫳 Eigentlich sollte dies aus meiner Perspektive das Core-Asset (no pun intended) sein, wenn man ein neues Connected Fitness-Gerät vertreibt, oder? Mir ist die App einmal abgestürzt, als die Unity Engine geladen wurde. 🙄 An 2-3 Stellen bin ich zusätzlich hängen geblieben und habe mich gefragt: Ist die Entwicklung bei Plankpad noch Beta?

Ich habe hierfür 2 Beispiele:

  1. Als ich einen Account in der App eingerichtet habe, erhielt ich eine E-Mail mit einem Bestätigungslink – bei mir wurde https://plankpad-dev.firebaseapp.com/__/auth/action?mode=verifyEmail&oobCode= angezeigt. Firebase ist eine weit verbreitet Plattform von Google um Apps zu entwickeln. Dass ich jedoch einen „nackten“ Link von einer firebaseapp.com Domain mit dem Wort „dev“ erhalte, hat mich erst einmal verwundert. Scheinbar wurde hier der Entwicklungsstand schlicht zum Produktivsystem gekürt? 🚀
  2. Nach einiger Zeit war die Session von meinem Account abgelaufen und ich musste mich neu anmelden, leider hatte ich mein initial gesetztes Passwort vergessen und dieses noch nicht in meinen Passwort Manager eingetragen. Der Link zum Passwort-Reset sah bei mir so aus: https://dev.api.plankpad.eu/api/deeplink/reset/password?code=
    Hier wurde zumindest die eigene Domain genutzt, gleichwohl das „dev“ in der Subdomain den Eindruck des live genommenen Entwicklungssystems verstärkt.

Ich habe selber lange entwickelt, ich kenne Abkürzungen, wenn es schnell gehen muss – never change a running system … in diesem Fall hat das Plankpad Team jedoch ggf. noch etwas Arbeit vor sich und der MVP kann aus meiner Perspektive noch professioneller umgesetzt werden? 🤷🏼‍♂️

Aber unabhängig von diesen kleinen technischen Dingen,  funktioniert ansonsten das Prinzip der App und Workouts wirklich gut.

Ich habe bisher einige Spiele gespielt und ebenfalls die Workouts ausprobiert – die 30 Tage Challenge habe ich noch nicht gestartet, aber aus meiner Perspektive ist eine Challenge super, um für sich selber einmal festzustellen, wie es um die Core-Muskulatur bestellt ist. Für mich selber konnte ich nach 2-3 Übungen bereits ein Defizit in  der seitlichen Stabilität feststellen. 🥹 Abgestützt auf dem Unterarm, seitlich gelegen – das ist auf jeden Fall eine meiner Baustellen, die ich mit dem Board nun für die nächste Zeit trainieren werde.

Was mir besonders gut gefallen hat: Es gibt innerhalb der App eine Liste der bereits durchgeführten Aktivitäten und es ist ebenfalls möglich die Workouts mit Apple-Health zu synchronisieren.

Tipp: Die Workouts funktionieren teilweise natürlich auch ohne Plank-Board, wer eine App sucht um Stabi-Übungen zu Apple Health zu synchronisieren, wird hier also fündig.

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In diesem Sinne: Get plankin‘ 😉🤙🏼

  • 1
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18560185/
  • 2
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20130672/
  • 3
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10842409/
  • 4
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17530966/
Über den Autor
Ulf Mayer

Seit 2022 beschäftige ich mich intensiv mit Indoor-Rudern, Fitness und langfristiger Gesundheit (Longevity). Regelmäßiges Training ist fester Bestandteil meines Alltags. Auf diesem Blog teile ich praxisnahe Erfahrungen mit Rudergeräten, virtuellem Training und Fitness-Technologie. Ziel ist es, Trainingsmethoden, Produkte und Trends sachlich einzuordnen und Lesern dabei zu helfen, fundierte Entscheidungen für einen aktiven und gesunden Lebensstil zu treffen. Erfahre mehr über mich

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