Hamstrings

Die Hamstrings (auf Deutsch oft ischiokrurale Muskulatur) sind eine Gruppe von drei Muskeln auf der Rückseite des Oberschenkels. Sie verlaufen von der Hüfte bis unter das Kniegelenk und spielen eine zentrale Rolle bei Bewegungen wie Gehen, Laufen, Springen oder dem Beugen des Knies. Die drei Muskeln sind:

  1. Musculus biceps femoris
  2. Musculus semitendinosus
  3. Musculus semimembranosus

Hauptfunktionen der Hamstrings

  • Beugung des Kniegelenks
  • Streckung im Hüftgelenk
  • Stabilisierung des Beckens

Relevanz im Alltag und Sport

  • Bei Sportarten wie Sprinten oder Rudern sind sie besonders aktiv.
  • Verkürzte oder schwache Hamstrings können zu Rückenschmerzen, Knieproblemen oder einem ungleichmäßigen Bewegungsmuster führen.
  • Daher sind Dehnung, Kräftigung und Mobilisierung der Hamstrings wichtig, um Verletzungen vorzubeugen.

Hamstrings beim Rudern – ihre Funktion im Bewegungsablauf

Beim Rudern (ob auf dem Wasser oder am Ergometer) durchlaufen die Hamstrings mehrere Phasen:

  1. Catch (Einstieg / Startposition)
    Die Knie sind stark gebeugt, der Oberkörper leicht nach vorn geneigt.
    Die Hamstrings sind in dieser Position gedehnt, aber noch nicht aktiv belastet.
  2. Drive (Zugphase)
    Die Beine drücken sich ab (Kniestreckung), die Hüfte streckt sich.
    Hier übernehmen die Hamstrings zusammen mit dem Gesäßmuskel die Arbeit, um die Hüfte nach vorn zu bringen. Gleichzeitig stabilisieren sie das Kniegelenk beim kraftvollen Abstoßen.
  3. Finish (Endposition)
    Der Oberkörper ist aufgerichtet, die Beine gestreckt.
    Die Hamstrings sind aktiv an der Hüftstreckung beteiligt.
  4. Recovery (Rückführung)
    Die Beine beugen sich wieder, der Oberkörper kippt nach vorn. Die Hamstrings arbeiten exzentrisch, also bremsend, um die Bewegung zu kontrollieren.

Warum Rudern gut für die Hamstrings ist

Rudern ist ein dynamisches Kraft-Ausdauertraining, das die Hamstrings sowohl kräftigt als auch beweglich hält.

Da Rudern in kontrollierter Form mit hoher Wiederholungszahl geschieht, kann es muskuläre Dysbalancen vorbeugen – insbesondere, wenn man viel sitzt.

Ideal auch bei Knieproblemen, da die Bewegung gelenkschonend ist.