Astaxanthin ist ein fettlösliches Carotinoid (Xanthophyll), das zu den sekundären Pflanzenstoffen zählt. Es tritt als roter Farbstoff auf und verleiht zahlreichen Meerestieren wie Lachsen, Forellen, Garnelen oder Flamingos ihre charakteristische Färbung.
Die Summenformel lautet C₄₀H₅₂O₄. Astaxanthin gehört zur Gruppe der Tetraterpene und weist eine ausgeprägte Konjugation von Doppelbindungen auf, die für seine antioxidativen Eigenschaften verantwortlich ist.
Inhalt
Vorkommen
- Hauptquelle ist die Grünalge Haematococcus pluvialis, die unter Stressbedingungen große Mengen produziert.
- Es findet sich in Plankton, Krill, Garnelen, Hummern sowie im Muskelfleisch von Lachsen und Forellen.
Biologische Bedeutung
Astaxanthin wirkt als starkes Antioxidans und schützt Zellen vor oxidativem Stress. Es besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann Membranen vor Lipidperoxidation bewahren. Anders als andere Carotinoide wird es im menschlichen Organismus nicht zu Vitamin A umgewandelt.
Medizinische und ernährungsphysiologische Aspekte
In der Humanernährung wird Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Studien deuten auf positive Effekte in Bezug auf Hautgesundheit, Immunfunktion, Ausdauerleistung und kardiovaskuläre Gesundheit hin. Gesicherte klinische Belege stehen jedoch in Teilen noch aus.
Verwendung
- In der Aquakultur als Futtermittelzusatz, um die typische Rotfärbung von Fischen und Krustentieren zu gewährleisten.
- In der Lebensmittelindustrie und in Nahrungsergänzungsmitteln.
- Teilweise auch in kosmetischen Produkten.
Rechtlicher Status
Astaxanthin ist in der Europäischen Union als Lebensmittelfarbstoff (E161j) zugelassen. Für Nahrungsergänzungsmittel gelten je nach Land unterschiedliche Höchstmengenempfehlungen.


