Nach dem Training sitze ich auf der Sofakante, ziehe die Schuhe aus und merke erst jetzt: Die Ferse brennt. Nicht vom Rudern an sich, sondern von der Stelle, an der der Fuß im Stemmbrett aufliegt.
Ich habe in den letzten Jahren einige Rudergeräte getestet, und dieses Thema taucht in meinen Artikeln immer wieder auf. Zuletzt hatte Ruderathlet Fabian ein Rudergerät getestet und das gleiche Phänomen attestiert. Hier sammle ich es einmal an einer Stelle: was ich beobachtet habe, woran es meiner Meinung nach liegt und was ich heute damit mache. Ich rudere aktuell mit Barfußschuhen, und das verändert die Sache.
Was ich in früheren Tests geschrieben habe
Das Muster zieht sich durch mehrere Artikel:
- Rogue Echo: Nach dem ersten Training schmerzten meine Fersen. Ich hatte mich im Test gefragt, ob es an den Barfußschuhen liegt oder ob die Fußrasten am hinteren Ende etwas scharfkantig sind. Mein Fazit damals: Am Rogue sind Schuhe mit gutem Fersenschutz zu empfehlen.
- Half Human: Beim Test waren die kritischen Stellen die Fersen direkt an der Flex-Fassung und die Hautpartie, an der die Gurte entlanglaufen.
- WaterRower: Schon im Artikel zum Rudern ohne Fußgurt stand, dass die Gurte beim WaterRower eher in den Fuß schneiden als beim Concept2. Nach zwei Jahren WaterRower war meine Vermutung, dass ich dort wieder öfter mit Barfußschuhen rudern oder mehr Hornhaut bilden werde. 🙂
- NordicTrack: Bei diesem Gerät lässt sich die Bindung mit sehr dünnen Schuhen und kleineren Füßen wegen des Klettverschlusses nicht fest genug einstellen.
- Concept2: Am RowErg fand ich die Fußrasten und Gurte barfuß am angenehmsten, auch im Vergleich mit NordicTrack und WaterRower.
Das ist keine Messreihe, sondern mein subjektiver Eindruck von einzelnen Geräten und meinen Füßen. Es zeigt aber, dass die Ferse an mehreren Geräten die empfindliche Stelle ist.
Woran es liegen kann
Aus meiner Erfahrung kommen drei Dinge zusammen:
- Die Kante der Fußraste. Bei jedem Zug wird die Ferse nach oben gezogen und drückt wieder nach unten. Ist die Fassung am hinteren Ende hart oder scharfkantig, reibt und drückt es genau dort.
- Die Gurte. Sie laufen je nach Gerät unterschiedlich über den Fuß. Wer sie sehr fest zieht, schafft zusätzlichen Druck und Reibung.
- Die Sohle. Ohne Polster spürt der Fuß jede Kante. Das gilt barfuß genauso wie in sehr dünnen Barfußschuhen.
Barfußschuhe lösen das fast automatisch
Barfußschuhe schützen die Haut vor Reibung und Abschürfungen, das ist ein echter Vorteil gegenüber barfuß. Gegen eine harte Kante unter der Ferse helfen sie dagegen kaum, weil die Sohle bewusst dünn ist. Beim Rogue habe ich genau das gespürt.
Mein Gefühl dabei: Barfußschuhe sind eine gute Wahl, wenn das Gerät eine gut gearbeitete Fußraste hat.
Was ich ausprobieren würde
Das sind Ideen, keine Garantien, und Füße sind verschieden:
- Fußraste verstellen. Etwas tiefer oder höher verändert, wo Gurt und Ferse aufliegen. Das hatte ich schon im Artikel zum Rudern ohne Fußgurt als Tipp für lockere Gurte genannt. Aber Achtung: Die Position kann die Technik beeinflussen
- Gurt weniger fest ziehen und prüfen, ob der Fuß trotzdem sicher sitzt.
- Eine andere Sohle testen, zum Beispiel einen Barfußschuh mit etwas mehr Material unter der Ferse, oder zum Vergleich einen normalen Hallenschuh.
- Hornhaut und Haut im Blick behalten. Rötungen sind ein Warnsignal. Wenn die Haut aufgeht, mache ich Pause, statt durchzuziehen.
- Das Gerät wechseln, wenn es sich nicht lösen lässt. Bei mir war das Concept2 in diesem Punkt am angenehmsten.
Bei anhaltenden Schmerzen oder offenen Stellen lass es ärztlich anschauen. Das ist keine medizinische Beratung, sondern meine Erfahrung als Hobby-Ruderer.
Weltklasse Produkt für ein professionelle Rudertraining: Das Concept2 RowErg ist auf Effizienz getrimmt und hält ein Leben lang.
![]() | 1.189,99€ inkl. Versand | Bei Amazon kaufen |
Mein Fazit
Wenn Dein Rudergerät in die Ferse schneidet, liegt es oft an der Kombination aus Kante, Gurt und Sohle, nicht an Deiner Technik. Ich rudere gerne mit Barfußschuhen und nehme dafür in Kauf, dass ich bei manchen Geräten genauer hinschauen muss. Darum steht die Fußraste bei meinen Tests inzwischen fest auf der Liste.
Wie ist das bei Dir? Welches Gerät, welche Schuhe? Schreib es mir gerne in die Kommentare.
Get rowing 😉🤙🏼




