Als ich bei 1&1 gearbeitet habe, hatte ich einen Kollegen der seinen MĂŒlleimer mit „Garbage Collection“ beschriftet hatte. Entwickler Humor đ
KĂŒrzlich habe ich eine Diskussion bei Hacker News verfolgt, in welcher diskutiert wird, ob reduce eine weniger geliebte Methode sei als Alternativen. Und dann programmiert die KI fĂŒr mich in Lichtgeschwindigkeit, ohne dass ich mir um Garbage Collection oder genuzte Methoden Gedanken machen muss. đ€Ż Dinge werden abstrakter und das VerstĂ€ndnis wie etwas aufgebaut ist verschwindet zunehmend. Spezialisten werden in unterschiedlichsten Bereichen benötigt und gerade wenn es um KI geht, gibt es kaum Spezialisten aber sehr viele Generalisten, die mit der KI arbeiten und damit schnelle Ergebnisse erzielen. Inwiefern diese Ergebnisse wertschöpfend oder gewinnbringend sind ist oftmals fraglich. Es gab 2026 so viele Startups wie nie und wie bei jedem Hype, gibt es die Cool-Down Phase. Wieviel Wert bringt KI tatsĂ€chlich?
Inhalt
Unbezahlbare Rendite?
Wenn ich wertschöpfende TĂ€tigkeit vollziehe, dann möchte ich diese Zeit möglichst maximieren. Ăhnlich sehe ich das auch bei der Fitness. Der Aufwand, welcher getrieben werden muss, um einigermaĂen fit zu bleiben ist aus meiner Perspektive relativ hoch. Die Zeit dafĂŒr somit zu minimieren und gleichzeitig viel fĂŒr den eigenen Körper zu tun ein mögliches Ziel. Die Rendite fĂŒr dieses Investment ist vermutlich unbezahlbar – die Frage ist nur: Konsistent und gleichmĂ€Ăig, ohne groĂe Ăbertreibung oder aber das Herz hĂ€ufiger Tag in Bewegung zu setzen und an die Leistungsgrenze zu bringen.
Autophagie ist, vereinfacht gesagt, das Recycling-Programm unserer Zellen: BeschĂ€digte Zellbestandteile und fehlgefaltete Proteine werden abgebaut und wiederverwertet. FĂŒr die Entdeckung der zugrundeliegenden Mechanismen gab es 2016 den Nobelpreis fĂŒr Yoshinori Ohsumi. In Tierstudien zeigte sich, dass körperliche AktivitĂ€t Autophagie anregt – MĂ€use, bei denen dieser Mechanismus genetisch blockiert war, profitierten deutlich weniger vom Training. Man sollte Mausstudien nicht eins zu eins auf Menschen ĂŒbertragen, aber die Richtung ist interessant. Ich kann selber durch mein Training die Garbage Collection aktivieren. đ Nun, nach der Sommerpause habe ich wieder angefangen mit Rudern:
Ich nutze EXR in Kombination mit dem Waterrower. Das RudergerĂ€t gefĂ€llt mir noch immer – allerdings haben die Schrauben zwischen den FuĂrasten angefangen zu rosten – vermutlich durch SchweiĂ verursacht. đ
Wie viel Wert bringt KI tatsÀchlich?
Ich nutze KI tĂ€glich. Im Job, beim Bloggen, beim Recherchieren. Und ja, vieles geht schneller. Ein Skript, fĂŒr das ich frĂŒher einen Abend gebraucht hĂ€tte, steht in zehn Minuten. Das ist beeindruckend – und gleichzeitig beschleicht mich dabei immer öfter ein ungutes GefĂŒhl.
Denn Geschwindigkeit ist erst mal nur Output. Ob daraus Wert entsteht, entscheidet sich an einer ganz anderen Stelle: Löst das Ergebnis ein echtes Problem? Versteht jemand, was da gebaut wurde? Kann es jemand warten, wenn es in einem Jahr bricht? Wer schon mal Legacy-Code ĂŒbernommen hat, weiĂ: Der teuerste Code ist nicht der, der lange zum Schreiben gebraucht hat, sondern der, den keiner mehr versteht.
Und genau das produzieren wir gerade in industriellem MaĂstab. Code, Texte, PrĂ€sentationen, Mehr oder weniger plausible Business-PlĂ€ne – schnell generiert, selten hinterfragt. Die Garbage Collection dafĂŒr muss irgendwann jemand machen. Die Frage ist nur, wer. Und wer dann noch weiĂ, was MĂŒll ist und was nicht.
Fehlender Kontext
Wenn man mit der KI arbeitet, dann kann man schnell in den Modus kommen: Gehirn ausschalten, die KI leitet das schon richtig und setzt es auch korrekt um. Vermutlich eine der gröĂten Fehler, die man machen kann? Es mag eine Weile gut gehen, aber irgendwann hat man nur noch Chaos.
Aus meiner Perspektive ist das gröĂte Problem dabei der Kontext. Je gröĂer der Kontext, desto eher können verschiedene EventualitĂ€ten oder Ausnahmen berĂŒcksichtigt werden. Wieviel Wissen und Einfluss auf meine Dateien und mein Leben möchte ich der KI jedoch gewĂ€hren? KĂŒrzlich hat mich mein Freund Johannes dazu gefragt: Gibst Du der KI Zugriff auf Deine KontoauszĂŒge? đ FĂŒr mich stellt sich dabei immer die Frage nach dem potentiellen Gewinn und den damit entstehenden Gefahren. Wie sieht es mit Gesundheitsdaten aus? Welche Informationen sollte eine KI haben, um ein möglichst umfassendes Bild vom Menschen zu haben und wer fĂŒhrt dabei die Governance? Ich selber als DIY-Patient, mein Arzt im Rahmen des Patientengeheimnisses oder die Krankenkasse, ein privates AI Unternehmen wie Antrophic, OpenAI oder Google?
Was braucht es fĂŒr ein gutes Leben?
Eat. Sleep. Work. Repeat – oder? Das glymphatische System spĂŒlt im Schlaf StoffwechselabfĂ€lle aus dem Gehirn, darunter Beta-Amyloid, das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird. Auch hier gibt es Hinweise aus Tierversuchen, dass regelmĂ€Ăige Bewegung diesen Reinigungsprozess unterstĂŒtzt.
HeiĂt ĂŒbersetzt: Bewegen und schlafen. đŽ
Nicht alles auslagern, nur weil es geht. Ab und zu selbst denken, selbst schreiben, selbst debuggen. Manche Dinge verlieren ihren Wert, wenn man sie abkĂŒrzt. Das VerstĂ€ndnis gehört dazu. Die eigene Gesundheit auch.
In diesem Sinne: Get rowing đđ€đŒ



